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Holidays

Hi everybody, im Moment ist alles gerade sehr lustig hier. Meine Mitbewohner räumen die Wohnung auf und haben dabei mehrere Mäuse gefangen, die sie jetzt in einem Käfig gefangen halten und wahrscheinlich noch nicht wissen,was sie mit ihnen machen sollen. Aber das will ich ja gar nicht loswerden, sondern eher über die letzten acht Tage berichten. Ich war mit Andreas im Südwesten Shanghais in der Provinz Anhui unterwegs. Dort haben wir einen der wirklich schönsten Berge Chinas bestiegen und haben danach zwei kleinere Dörfer besucht, die für ihre besondere Architektur berühmt sind und in denen es Wohnhäuser gibt, die teils bis auf die Ming Zeit (ca. 1368-1644) zurückdatiert werden können. Danach waren wir in einer der wie ich finde schönsten Städte Chinas, Hangzhou. Es war ein super intensiver und interessanter Trip. Wir sind am zweiten Oktober also am frühen Morgen um kurz nach sechs Uhr gestartet. Uns ereilte das Glück, zusammen im selben Bus reisen zu können. Die Busfahrt war ziemlich chaotisch, da wir erst zwei Stunden brauchten, um aus Shanghai herauszukommen und dann von der Polizei von der Autobahn herunter umgeleitet wurden. Unsere zwei Busfahrerspezis waren alles andere als beschlagen in der Kunst, sich im ländlichen Raum zurecht zu finden. Überhaupt waren sie in nix beschlagen. So haben sie mehrere Male Schilder nicht gesehen und waren zum Umdrehen gezwungen, was bei den Fahrgästen zum Umdrehen der Augen geführt hat. Wir sind dann nach neun statt der gedachten sechs Stunden in Tunxi (屯溪) angekommen, hatten allerdings noch Zeit, uns nach Tangkou (塘口) aufzumachen. Das ist der bestgelegene Ort, um den Aufstieg zu beginnen. Nach einer, wie sich später herausstellen sollte, billigen und luxuriösen Übernachtung sind wir voller Enthusiasmus am Freitag Morgen um sechs Uhr losmarschiert. Ein Bus brachte uns bis an den Punkt,an dem der Auftsieg beginnt. (Jetzt haben sie die Mäuse in eine Plastikflasche gesperrt. Meine Mitbewohner, lustig.) Nach lächerlichen 3,5 Stunden schon hatten wir den Gipfel erreicht und fragten uns, was anstellen mit dem ganzen Tag? Ich habe dann vorgezogen, mir einen Sonnenbrand zu holen und auszuruhen. Es war nämlich unglaublich schönes und klares Wetter. Wir haben uns dann tatsächlich nur ausgeruht, ein paar wenige Auusichtspunkte besucht und einen Sonnenuntergang fotografiert. Zuviel wollten wir ja auch nicht machen, wir brauchten schließlich noch „Futter“ für den nächsten Tag. Auf dem Berg war natürlich die Hölle los. Es waren ja Feiertage. Die Hotelzimmer waren nicht bezahlbar, da ging es ab einhundert Euro los, selbst der Stellplatz mit Zelt kostete zwanzig Euro! Da haben wir also überlegt, wo wir denn übernachten wollen. Zu diesem Zeitpunkt saßen wir vor dem Aufstieg zu einem Gipfel, der gesperrt war, aus welchen Gründen auch immer. Jedenfalls wollten wir den Halsabschneidern kein Geld in den Schlund werfen und haben uns kurzerhand entschlossen, die aufgestellten Gitter am Abend zu bezwingen und auf diesem Gipfel in unserem mitgebrachten Zelt und den Schlafsäcken zu übernachten So hätten wir unsere Ruhe und der 狮子峰, der Löwengipfel, ist dazu noch der beste Punkt, um den Sonnenaufgang in einer Digitalkopie festzuhalten. Gesagt, getan. Wir haben uns noch einen wunderschönen Sonnenuntergang angeschaut..........

mit dem Kampf um jeden Platz.....

bis wir in der Dunkelheit auf den Löwengipfel kletterten und feststellen mussten, dass es keinen wirklich geeigneten Platz für ein Zelt gibt und wir in den Schlafsäcken übernachten müssen. Den Plan, den Aufgang der Sonne direkt im Liegen zu fotografieren und so auf dem Aussichtspunkt direkt, der ca 4 qm groß ist, zu übernachten, gaben wir nach zwei kalten und unbequemen Stunden wieder auf...........

und haben uns zu einem Platz begeben, der von Bäumen umsäumt allerdings nicht minder unbequem war. Warm wars natürlich auch nicht und die Erfahrung auf Steinen zu schlafen und der Körper sich anpassen muss, war sicher auch ganz nett.........

dafür gab es einen grandiosen Sonnenaufgang zu sehen, der uns für alles entschädigte.....

Es war wirklich großartig. Klare wenn auch kalte Luft, unter dem Himmel zu übernachten ist immer wieder ein unvergessliches Erlebnis und der Morgen mit seinem ruhigen Beginn, die Wolken zwischen den Bergspitzen und die gefühlte Freiheit.......ach ja, der Berg heisst übrigens Huangshan (黄山) und ist hier auf Google mit schönen Fotos einzusehen: http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&msid=106734976967232153447.0004756880a0990d2b5ab&hl=de&ie=UTF8&ll=30.026002,118.011446&spn=0.035224,0.055017&t=h&z=14&lci=com.panoramio.all

 

morgen mehr...Dirk

8.10.09 12:16

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