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Ah…frisch geduscht sieht die Welt doch ganz anders aus. Habe gerade mit meinen Mitbewohnern zu Abend gegessen, es gab Fisch mit allerlei Gemüse, einer scharfen Knoblauch Sauce und Reis. War sehr lecker. Man lud mich ein, das Wohlschmeckendste von dem Fisch zu essen, das Hirn,habe ich dann mit Hinweis auf meinen schwachen Magen allerdings abgelehnt. Dazu ein leckeres Bier aus Qingdao und eine nette Unterhaltung. Im Moment versucht der Vater der zwei Kleinen, sie unter großem Gelächter gerade zu waschen. Denen habe ich vor kurzem meine mitgebrachten Haribo, die ich bis vor kurzem in der Tiefkühtruhe aufbewahrte, angeboten. Es hat ihnen sehr gut geschmeckt, sie sind immer wieder gekommen und haben sich einen Nachschlag geholt. Den anderen Mitbewohnern habe ich auch ein paar angeboten, allerdings war das Echo verhaltend. Ich glaube, es war ihnen zu süß. Gestern war ich mal im hiesigen IKEA, das war erstaunlich, der ist genauso aufgebaut wie man es kennt, exakt dasselbe, nur dass es auf den heiligen Hotdog nach dem Einkauf keine Zwiebeln und Gurken gibt, sondern einfach nur Senf und Ketchup. Dort habe ich dann endlich eine Toilettengarnitur erstanden, die ich dann sogleich hier angebracht habe. Ein bisschen Luxus muss ja sein. Außerdem gabs noch einen Bilderrahmen und einen Überzug fürs Sofa, ein buntes Blumemotiv, jetzt kann man endlich auch das Sofa benutzen. Als ich dann abends nach Hause kam, wollte ich mir noch kurz in der Küche die Hände waschen. Plötzlich höre ich ein lautes „Quackquack“, ich hab mich total erschrocken, sitzt doch da eine Ente auf dem Fußboden und schaut mich an. Ich war perplex, die hatte mir einen riesigen Schrecken eingejagt. Sie hatte sich der bräunlichen Betonfußbodenfarbe angepasst und so hatte ich sie nicht gesehen. Ich hab meinen Mitbewohner dann gefragt, ob er die Ente essen wolle, aber nein, die sei für gute Geschätskunden. Ahja, und nachdem sie dann den ganzen Samstag im Klo verbracht hat, war sie heute nicht mehr da. Ich habe nachgefragt, ob sie denn ein Kunde bekommen hätte, aber das Geschäft, er kauft und verkauft Gemüse, läuft wohl nicht so, denn er hat sie geschlachtet und die Teile in die Gefriertruhe gelegt. Wie er das genau gemacht hat, weiß ich nicht, ich hab dann nicht mehr gefragt. Es war jedenfalls nirgends Blut zu sehen. Vielleicht ist sie ja auch einfach von dem Gestank gestorben, den die vier kleinen Hunde, die der Mitbewohner hier auf dem zweiten kleinen Balkon hält, verbreiten. Sie können ja nichts dafür, das ist echte Tierquälerei. Die Armen haben keinen Auslauf und sind jeden Tag dort eingesperrt. Da sie ja nicht rauskommen, fäkalieren sie auf den Balkon, was einen unglaublichen Gestank macht; wenn das Fenster über dem Balkon geöffnet ist, weht ein Geruch in mein Zimmer der kaum auszuhalten ist. Die Mutter der vier ist vor kurzem entlaufen, was ich voll verstehen kann, jede andere Aussicht als auf einem 2 qm Balkon vor sich hin zu vegetieren ist verlockender. Jedenfalls ist die Ente nicht mehr da. Ich war dann abends noch in der French Concesssion, das ist ein Stadtteil hier in Shanghai, der in der Kolonialzeit ab Mitte des 19.Jhs von den Franzosen besetzt worden war. Dort ist es sehr angenehm, kleine Häuser, also keines größer als 4 Stockwerke, Platanenalleen, Parks. Nicht diese ewig großen Wolkenkratzer und Hochhäuser, von denen es in Shanghai wimmelt. Weitere News später...Dirk

27.9.09 17:20

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sara und Cosima (27.9.09 20:00)
Wir lassen mal einen los-einen lieben gruß.
haben mit erstaunen und freude deinen letzten Eintrag gelesen...=)!!
Dir scheint es ja wirklich gut zu gehn...(auch ohne Lisa...??)
Wir drücken dich und denken an dich mit ganz lieben grüßen Sara und Cosima!!


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